Digitale Workflows
Digitale Transformation im Traditionsunternehmen: „Keiner von uns schafft das alleine.” Braun Büffel im DI.talk
von Sabine Sladky |Lesedauer ca. 6 Min.
Würden Sie sich selbst einen Zahn ziehen? Artur Wagner, CDO bei Braun Büffel, erklärt im DI.talk, warum Digitalisierung kein Soloprojekt ist. Gleich reinhören!
In diesem Artikel
Die wichtigsten Themen
Die komplette Folge DI.talk
Digitalisierung im Traditionsunternehmen: Prozesse vor Software
Fragen zur Digitalisierung im Mittelstand
Viele Unternehmen versuchen, ihre Digitalisierung komplett alleine zu stemmen: ohne externe Perspektive, ohne Sparringspartner, ohne Unterstützung.
Artur Wagner weiß, wovon er spricht. Als CDO bei Braun Büffel, einer Lederwarenmanufaktur aus dem rheinland-pfälzischen Kirn, die seit 138 Jahren für Handwerkskunst und Qualität steht, hat er die digitale Transformation von innen erlebt.
Mit über 20 Jahren E-Commerce-Erfahrung und einem Onlineshop, der heute über 35 % des Umsatzes ausmacht, hat er klare Antworten. Und eine davon hat uns ehrlich überrascht.
Die wichtigsten Themen
Im Podcast erklärt Artur Wagner:
- warum Digitalisierung immer bei Prozessen und Menschen beginnen muss; nicht bei Tools
- wie der Wechsel vom Dienstleister ins Familienunternehmen seinen Blick auf Veränderung geprägt hat
- was Unternehmen, die zu spät handeln, wirklich aufhält — und Arturs Antwort darauf ist überraschend direkt.

Die komplette Folge DI.talk
Im Gespräch mit Artur Wagner geht es um die konkrete Umsetzung von digitaler Transformation im Unternehmen. Welche Rolle spielen Prozesse? Wo entstehen typische Reibungsverluste? Und wann ist der richtige Zeitpunkt, externe Unterstützung einzubinden?
Jetzt direkt reinhören: Zur DI.talk-Folge mit Artur Wagner →
Digitalisierung im Traditionsunternehmen: Prozesse vor Software
Als Artur Wagner als CDO bei Braun Büffel einstieg, eine Position, die es vorher nicht gab, begann er nicht mit neuer Software. Er begann mit Prozessen, Gewohnheiten und Denkweisen. Denn wer Digitalisierung nur als Technikprojekt versteht, scheitert an den Menschen.
Der Wechsel von der Agentur- und Dienstleisterseite in ein familiengeführtes Unternehmen bringt eigene Herausforderungen mit sich. Die größten Hürden liegen selten in der Technologie: Sie liegen in eingefahrenen Abläufen und der Frage, wie man Menschen für Veränderung gewinnt.
Im Gespräch mit Artur Wagner wird deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung weniger von einzelnen Tools abhängt, sondern von klaren Abläufen und einer gemeinsamen Richtung im Unternehmen.
Wer Prozesse sauber aufsetzt, schafft die Grundlage für nachhaltige digitale Workflows, unabhängig von der eingesetzten Technologie. Genau hier setzen wir bei DI.UNIT an: Wir unterstützen Unternehmen dabei, bestehende Prozesse zu analysieren, zu strukturieren und in funktionierende digitale Abläufe zu überführen.
Fragen zur Digitalisierung im Mittelstand
Nicht bei der Software, sondern bei einem konkreten Prozess mit klarem Schmerzpunkt. Wer einen ersten Gewinn erzielt, schafft Vertrauen für den nächsten Schritt.
Ein erfolgreicher Einstieg beginnt mit klar abgegrenzten Projekten. Statt großer Gesamtstrategien ist es sinnvoll, einzelne Prozesse zu analysieren, zu strukturieren und schrittweise zu digitalisieren. So entstehen schnell greifbare Ergebnisse.
Prozesse sind die Grundlage jeder digitalen Transformation. Erst wenn Abläufe klar definiert und strukturiert sind, können digitale Lösungen sinnvoll eingesetzt werden. Ohne diese Grundlage werden Systeme zwar eingeführt, aber nicht konsequent genutzt.
Weil sie als reine IT-Projekte gestartet werden. Entscheidend sind Prozessklarheit und die Bereitschaft der Menschen im Unternehmen, sich zu verändern.
Viele Unternehmen versuchen, die Transformation vollständig intern zu stemmen. In der Praxis führt das häufig zu Verzögerungen und zusätzlicher Komplexität. Externe Unterstützung kann helfen, Struktur zu schaffen und Projekte effizient voranzubringen.
Mitarbeitende sind ein zentraler Faktor für den Erfolg. Ohne Akzeptanz und aktive Einbindung scheitern viele Projekte. Digitale Transformation ist daher immer auch ein organisatorischer und kultureller Veränderungsprozess.
Durch sichtbare Alltagsbeispiele statt Frontalschulungen. Wenn Kolleginnen und Kollegen konkret sehen, was Digitalisierung im eigenen Umfeld bringt, entsteht echte Motivation.
Ja. Externe Perspektive hilft, betriebsblinde Flecken zu erkennen und Prioritäten richtig zu setzen. Wer alles alleine stemmt, riskiert, an den falschen Stellen Zeit und Budget zu verlieren.

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