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Azubi goes international: Daniel in Nordirland
von DI.UNIT Azubi |Lesedauer ca. 4 Min.
Zwei Wochen Derry statt Berufsschule: DI.UNIT Azubi Daniel berichtet im Interview von seinem Auslandspraktikum, neuen (gastronomischen) Erfahrungen und was man bei einer Reise nach Nordirland in keinem Fall vergessen darf.
In diesem Artikel
Von der Berufsschule ins Ausland
Bei DI.UNIT haben bereits mehrere Auszubildende die Gelegenheit genutzt, während ihrer Ausbildung ein Praktikum im Ausland zu absolvieren: Vancouver, Montréal und Dublin waren schon dabei.
Jetzt ging es für Daniel Hochberger (Azubi Kaufmann für IT-Systemmanagement) für zwei Wochen nach Derry in Nordirland.
Wie es ihm dort ergangen ist – beruflich wie privat – erzählt er im Interview:
Interview

Wie genau ist das Auslandspraktikum an deiner Schule zustande gekommen?
Über meine Berufsschule und das EU-Förderprogramm Erasmus+. Die Schule schickt regelmäßig Schüler nach Irland, Spanien, Finnland und andere Länder. Ich habe mich für Derry in Nordirland entschieden, weil der Zeitraum am besten gepasst hat.
Wo warst du während deines Aufenthalts untergebracht?
Bei einem Gastvater, der das ganze Jahr über Austauschschüler aus aller Welt aufnimmt. Während meiner Zeit waren neben einem Mitschüler noch zwei weitere Azubis aus Potsdam dabei.
Auslandspraktikum – für manche bedeutet das: Zuschauen, entspannte Aufgaben, viel Freizeit. Wie lief das bei dir ab?
Es war kein klassisches Praktikum, wir waren als Gastschüler am North West Regional College. Neben einem Englischsprachkurs gab es Kurse zu Marketing, Unternehmensgründung, Eventplanung und nordirischer Geschichte.
An freien Tagen haben wir Städte wie Belfast erkundet, den Saint Patrick’s Day gefeiert und andere Colleges besucht.
Hattest du neben der Arbeit dann überhaupt genug Freizeit, um das Land richtig zu erkunden?
Ja, die Wochenenden waren vollgepackt. Highlight war der Giant’s Causeway. Das ist eine spektakuläre Vulkanformation und UNESCO-Weltnaturerbe. Ebenfalls unvergesslich: Malin Head, der nördlichste Punkt Irlands, wo wir bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 km/h und peitschendem Regen unterwegs waren – am Ende komplett durchnässt, aber absolut beeindruckend.
Wie würdest du die Menschen in Derry beschreiben und gab’s etwas, das dich an ihrem Verhalten wirklich überrascht hat?
Sehr freundlich und offen. Die meisten waren neugierig auf Deutschland – und überrascht, dass ich noch nie beim Oktoberfest war. In den Pubs war die Stimmung dann genau so lebendig, wie man es sich vorstellt.
Derry auf einen Blick
👥Einwohner: rund 90 Tausend
🌏Lage: Nordirland (Vereinigtes Königreich), nahe der Grenze zur Republik Irland (County Donegal)
🗣️Sprache: Englisch (Amtssprache), Irisch, Ulster Scots
🕓Zeitzone: GMT (UTC±0), im Sommer BST (UTC+1)
🌦️Klima: Milde Winter, mäßige Sommer, häufig Regen und Wind
🎭Typisch für Derry: Historische Stadtmauern, Peace Bridge, Bogside (Murals), lebendige Musik- und Kulturszene

Was war dein persönliches Highlight – gibt es ein Erlebnis, das dir vermutlich immer in Erinnerung bleiben wird?
Das erste Wochenende war definitiv mein Highlight. Am Samstag sind wir zum Giant’s Causeway gefahren und hatten dabei ausnahmsweise Glück mit dem Wetter.
Schon die Anreise war beeindruckend: mit dem Zug entlang des Atlantiks nach Coleraine, dann weiter mit dem Bus durch Bushmills – übrigens Heimat des ältesten Whiskys der Welt – direkt zur Küste.
Dort erwarteten uns hohe Klippen, eine spektakuläre Aussicht und sogar eine kleine Klettersession.
Als gegen Ende doch noch der Regen einsetzte, retteten wir uns ins Restaurant nebenan mit typisch irischer Küche.
Wie hast du dich vor Ort ernährt, ähnlich wie in Deutschland oder hast du auch mal landestypische Gerichte probiert?
Viel Toast und noch mehr Kartoffeln: Die irische Küche ist nicht unbedingt für ihre Vielfalt bekannt, das hat man vor Ort gemerkt…
Das absolute Highlight: ein Guinness-Steak Pie beim Giant’s Causeway, auf Empfehlung der Einheimischen. Wirklich lecker!
Fazit
Abschlussfrage – Wie fällt dein Fazit zu der Reise aus – und was würdest du anderen empfehlen, die ebenfalls nach Irland möchten?
Mein Fazit fällt insgesamt sehr positiv aus. Ich hatte vorher eigentlich auch keine großen Erwartungen, umso besser hat es mir dann dort gefallen.
Die Natur, die Landschaften, die Leute – alles hat gestimmt. Meine wichtigste Empfehlung an alle, die ebenfalls dorthin möchten: Regenjacke nicht vergessen!

In diesem Sinne: Go raibh maith agat Daniel für deine Zeit, also ein herzliches gälisches „Thank you“ für deine spannenden Geschichten und Einblicke aus der Gegend der spekatulären Landschaften!